Lauftreff TV Ottweiler

Jungfrau Marathon 2016 PDF Drucken E-Mail
  

 

Das Trio Infernal des TV Ottweiler (tatkräftig unterstützt von Anja an Carstens Seite) reiste am Donnerstag bereits in die Schweiz zwecks Akklimatisierung und Anhäufung möglichst vieler schöner Erlebnisse schon vor dem eigentlichen Event.

 

Erstes Erlebnis: Ups! Das im Weitwinkel fotografierte Mobilheim, welches wir in Lauterbrunnen zwecks nächtigen angemietet hatten erwies sich in der Realität als etwas größere Schuhschachtel und erforderte Umgestaltung in der Übernachtungsplanung. Liese durfte in der Küche auf dem umgebauten Minisofa übernachten, damit Achim sich im Zimmer wenigstens noch um die eigene Achse drehen konnte (hatte für mich den Vorteil, dass Frühaufsteher Achim mir den morgendlichen Kaffee (DAAANKE fürs Mitnehmen des Kaffeevollautomaten auch entgegen meiner Proteste) am Bett servierte.:-)

Am ersten Abend ging es zu den 100m hohen Staubbachfällen direkt vor der Haustür. Schön!

Ein wenig später folgte dann das erste Eintrinken (vorglühen muste man, denn sonst wären wir alle innerhalb von 2 Tagen pleite gewesen bei den Schweizer Preisen) auf der Mobilheimterrasse.

 

Am Freitag gönnten wir uns dann (einhellige Meinung des Trupps: was solls, wir sind nur einmal hier!) für schlappe 135 Euro-pro Person- eine verbilligte Fahrt mit der Schweizer Bergbahn aufs Jungfraujoch:

3454 m Höhe, höchster Bahnhof Europas, Fahrt durch Tunnel in Eiger und Mönch.

Wir hatten Glück: Super Wetter, eine fantastische Sicht nach Süden über den schmelzenden Aletschgletscher und in die Nordalpen. Grandios!!! Eine Wanderung über eine gespurte Piste zur Mönchsjochhütte war auch noch drin (Carsten hat da oben dann auch mal noch kurz ne Trainingseinheit im Schnee absolviert), ein Eispalast, Aussichtsplattformen mit überwältigendem Bergpanorama und einiges mehr.

Abends ein Trip nach Interlaken zum „Marathonluft schnuppern“ und Startnummern ergattern. Auf dem Rückweg war es etwas hektisch denn wir konnten erst spät los (die Frauen waren Schuld, die hatten den Fahrplan nicht richtig gelesen :-( , die Kerls trugen es mit mehr oder weniger Fassung), aber alles ward gut und wir genossen am Vorabend des Laufs dann noch im Restaurant des Campingplatzes die obligatorische Pasta in rauen Mengen......

gefolgt von kleinen „Absackern“ zur Beruhigung der Nerven vor der großen Herausforderung. :-)

 

Tag x: Statt des vorhergesagten Regens Sonne satt, Temperaturen um die 25 Grad (auch noch oben auf 2300m!!!!)

Start in Interlaken, vorbei am Brienzer See über Wilderswill und Zweilütschinen ins tief eingeschnittene Lauterbrunnertal (dort war am Ortsende der Halbmarathon und somit der einfache Teil zu Ende...)

 

Die halbe Schweiz auf den Beinen und an der Strecke, überall Stimmung, Trachtengruppen, riesige, von properen Bergburschen geschwungene Kuhglocken erfüllten die Luft mit ohrenbetäubender „Musik“. Ein Erlebnis wie kein anderes vorher!

Die Komfortzone endete dann endgültig bei km 28. Danach gings ans Eingemachte und an den Angriff auf den Eigergletscher. Heißa!

Auch an der Bergstrecke überall wo Platz war enthusiastisches Publikum (enthusiastischer als mancher Läufer zu dem Zeitpunkt ;-)), das immer wieder motivierte.

 

Carsten und Achim waren klüger als ich (jjaa doch, sind auch Männer!) und hatten die erste Hälfte deutlich schneller zurückgelegt. Das ersparten ihnen größtenteils den Stau, der bei einem Läuferfeld von 4800 Menschen auf engen Pfaden an steilen Bergflanken zwangsläufig eintritt.

Ich stand teilweise leider mittendrin und hätte (beinahe!) manchem Läufer, der in Selbstüberschätzung gestartet und nun nach Luft ringend unüberholbar vor mir her kroch Schlimmes an den Hals gewünscht. Aber wie gesagt: Nur beinahe.

Die Zeit stand mitnichten im Vordergrund bei diesem Lauf, sondern der Genuss dieses fantastischen und einmaligen Marathons. Trotzdem haben Carsten und Achim eine super Leistung hingelegt. Und Spaß hatten wir alle drei jede Menge!

 

Am Abend auf dem Camping gab es dann noch eine stimmungsvolle Folkparty mit guter Countrymusik, die wir dann später wieder auf der Terrasse mit Vernichtung (fast) aller Alkoholreserven ausklingen ließen.

DAS hatten wir uns verdient!!!

Der Jungfrau Marathon ist eindeutig ein einmaliges Erlebnis. Wohl dem der es genossen hat!!

Einziges Manko:

Der Geschmack der Schweizer, was die Farbwahl der Finishershirts anging, DER ließ wahrlich zu wünschen übrig! :-)

 

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