Lauftreff TV Ottweiler

Lehrprobe C-Lizenz Breitensport am 20.10.2010:Mittwoch, 17:30 - 18:30 Uhr PDF Drucken E-Mail
  

Lehrprobe für die C-Lizenz Breitensport beim

Sportbund - Pfalz in Kaiserslautern

Technikschulung und Entwicklung der individuellen Grundschnelligkeit

beim Laufen für Anfänger und Fortgeschrittene“

Ort: Stadion „Im alten Weiher“

Ottweiler - Saarland

Datum: Mittwoch, 20.10.2010

Zeit: 17.30 - 18.30 Uhr

Prüfling: Heino Müller - noch 56 Jahre jung

Prüfer: Andreas Eichhorn, Bildungsreferent beim Sportbund Pfalz

 

 

1. Die Ausgangssituation

 

Die Fortgeschrittenen haben im Frühjahr 2010 mit mir zusammen im Lauftreff - LT - an dem Projekt „5 + 5“ - 5 km laufen lernen und evtl. 5 kg abnehmen innerhalb von 12 Wochen - der AOK im Saarland teilgenommen. Der erste Kurs endete am 28.08.2010 mit einem gemeinsamen Abschlusslauf anlässlich des 100-jährigen Bestehens des TV Eppelborn. Am 15.09.2010 begann der zweite Kurs. Der Abschlusslauf über 5 km findet am 11.12.2010 während des „Nachtwächterlaufes“ in Ottweiler statt.

Die „neuen“ Anfängerinnen - Team A - haben keine oder wenige läuferische Erfahrungen. Trainiert wird zweimal die Woche während der Sommerzeit im Himmelwald und einmal im Stadion. Im Winter sind die LT – Termine montags und mittwochs auf der Bahn und samstags im Himmelwald. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit ab diesem Jahr auch freitags von 18 - 19 Uhr in der Halle Aufbaugymnastik, Ballspiele usw. mit zu machen.

Manuela ist meine Co-Partnerin und unterstützt mich als erfahrene Läuferin in den Phasen der inneren Differenzierung.

Das Durchschnittsalter des Teams ist, klammert man drei Läuferinnen und mich aus, 36 Jahre. Es sind „meine“ Mädels. Die jüngste ist 26 und die älteste 64.

 

2. Der Verein

 

Der TV Ottweiler besteht seit 1859. Er ist ein Bündelverein und hat folgende Sparten:

 

- Basketball

- Handball

- Leichtathletik

- Turnen

- Volleyball


 

 

Wir laufen in “Frosch-Grün”, z. B . beim Freundschaftslauf im “Fliedner Krankenhaus” in Neunkirchen 2010.

 

Der LT ist in die Sparte Leichtathletik integriert. Wir haben nach einer Neustrukturierung 2008 derzeit rund 80 Mitglieder im LT und sind unter der Homepage: www.lauftreff-tvottweiler.de zu finden.

Die Abteilung Leichtathletik wird durch einen Förderverein unterstützt. Über diesen, den LT und die gesamte Abteilung werden auch zwei Laufveranstaltungen organisiert und durchgeführt: Der „Altstadtlauf“ im September und der „Nachtwächterlauf“ im Dezember. Alle Einnahmen fließen in die Jugendarbeit der Leichtathletikabteilung. Darüber hinaus veranstaltet die Sparte, neben der Austragung von Meisterschaftsveranstaltungen noch mehrere Leichtathletik-Meetings für Kinder und Jugendliche.

Hauptaugenmerk im LT wird auf die Anfängerinnen/-fänger und die Fortgeschrittenen gelegt. D. h. aber nicht, dass der Wettbewerbsgedanke keine Rolle spielt. Es gibt Gruppen, die sich gezielt auf Wettbewerbe wie 10 km, Halbmarathon und Marathon vorbereiten. So läuft und trainiert z. B. die aktuelle Deutsche Meisterin 2010, Heike Alaimo, im 10 km Straßenlauf in der W 35 in unserem LT mit.

Heike kurz vor dem Einlauf ins Stadion bei den Deutschen Meisterschaften 2010.

Meine Aufgaben im LT und darüber hinaus sind recht vielfältig. Ich bin im LT-Team, trage mit die Verantwortung für die Aus - und Fortbildung der Ein- und Aufsteiger, moderiere unsere Laufveranstaltungen, schreibe für Zeitungen über unseren LT, bin im Organisationsteam für die Laufveranstaltungen und organisiere die geselligen Veranstaltungen mit und bin bundesweit Pacemaker bei Marathon-Veranstaltungen.

Nach den Abschlüssen als Diplom Betriebswirt und Diplom Handelslehrer an der Fachhochschule des Saarlandes und der Universität des Saarlandes bin ich seit 1978 im Schuldienst und arbeite an der BBS Kusel als Oberstudienrat im Wirtschaftsgymnasium, der Höheren Fachschule für Tourismus, bei den Bürokauffrauen und den Einzelhändlern. Ich habe in den achtziger Jahren an der Universität Landau, neben meiner beruflichen Tätigkeit, noch ein dreijähriges Schulverwaltungsstudium erfolgreich beendet. Ehrenamtlich bin ich der Vorsitzende, Ortsgruppe Kusel, des Verbandes der Lehrer an Wirtschaftsschulen und ab 01.12.2010  Örtliche Vertrauensperson, wegen meiner Taubheit auf dem linken Ohr - an 16 Berufsbildenden Schulen im Bereich Trier von Kusel bis Cochem und Bitburg. Ich bin verheiratet, habe zwei Töchter, die schon und bald „natürlich“ Lehramt studieren.

 

 

4. Die Trainingseinheit

 

 

Im Rahmen dieser Trainingseinheit stehen zwei motorische Grundfertigkeiten im Vordergrund:

 

- Die Koordination am Beispiel der Verbesserung des Gleichgewichtes.

 

- Die Steigerung der Grundschnelligkeit, spielerisch schon während der

Aufwärmphase und ganz gezielt beim Intervall-Training und während des

„Belgischen Kreisels“, der aus dem Radsport kommt und allen im Team

bekannt ist.

Das weitere durchgängige Ziel ist die Steigerung  der Teamfähigkeit.

 

 

 

a. Das Aufwärmen in ca. 7  Minuten

 

Zum Beginn der Trainingseinheit wird den Läuferinnen bekannt gegeben, was wir heute in der Übungseinheit tun. Die Läuferinnen werden in zwei Teams eingeteilt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Anfängerinnen und Fortgeschrittene, wegen ihrer unterschiedlich ausgebildeten läuferischen Fähigkeiten, gleichmäßig verteilt und als Team erkennbar sind – Sicherheitsweste -.

 

Aufwärmen mit Wachhund.

Aufgewärmt wird spielerisch. Zwei Teams stehen sich gegenüber. Ich beginne das Spiel mit einem Schiedsrichterball. Das Team, das den Ball erobert hat, muss versuchen, innerhalb des Teams dreimal, ohne dass die „Gegnerinnen“ den Ball erobern, sich zu zuwerfen. Gelingt dies, erhält das Team einen Punkt. Gelingt es nicht, ist das „gegnerische“ Team mit dem gleichen Ziel an der Reihe. Spielerisch wird die Muskulatur erwärmt, unbewusst die Grundschnelligkeit verbessert und der Gleichgewichtssinn gefördert. Sollte es eine ungerade Zahl von Spielerinnen sein, wird von mir zur Hälfte eine Spielerin ausgetauscht, die dies aber noch nicht weiß.

 

b. Das dynamische Vorbereiten - ballistische Übungen-  der Muskulatur, der Sehnen und der Bänder auf die Einheit in ca. 12

Minuten

 

Das Durchlaufen von 10 Stationen soll die Muskulatur, die Bänder und Sehnen auf die bevorstehende Trainingseinheit vorbereiten. An jeder Station sind jeweils 2 Läuferinnen gleichzeitig und absolvieren die Übungen. Die Sicherheitswesten bleiben an. An einer Station dürfen keine zwei Läuferinnen mit Sicherheitswesten trainieren. Dabei können sie sich gegenseitig ergänzen, helfen und korrigieren. Ich als ÜL greife evtl. korrigierend ein und "besuche" alle Stationen, wenn es zeitlich möglich ist.

 

Station 1: Medizinbälle

 

Station 2: Therapiekreisel

 

Station 3: Armdrücken im Stehen

 

Station 4: Hula Hoop Reifen

 

Station 5: Armkreisen vorwärts und rückwärts im Hoppserlauf vorwärts

 

 

Station 6: Den Ball zuwerfen und dabei laufen

 

Station 7: Die Katzendehnung Nr. 3 aus dem Pilatesprogramm

 

Station 8: Ringhockey - in der Laufbewegung den Ball zuspielen

 

 

Station 9: Swingstick

 

 

Station 10: Einbeinstehen links und rechts ohne Hilfestellung

 

 

c. Die Koordinationsübungen zur Verbesserung des Gleichgewichtssinnes in ca. 10 Minuten


 

Das gesamte Team läuft in zwei bis vier Reihen zusammen auf der 100 m Bahn vorwärts. Nach Ansage nehmen sich alle an der Hand und laufen langsam rückwärts. Durch das Nebeneinander laufen und an der Hand nehmen wird auch im Unterbewusstsein das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. Bei der Wiederholung wiederum muss jede Läuferin alleine rückwärts laufen, um mehr Sicherheit zu bekommen. Wer nach einer bestimmten Strecke nicht mehr rückwärts laufen kann, dreht sich um und läuft vorwärts weiter.

 

 

 

 

d. Das Intervalltraining zur Verbesserung der Grundschnelligkeit in ca. 8

Minuten

 

Das Team wird getrennt und die Aufgabenstellung bekanntgemacht. Manuela ist bei den Fortgeschrittenen und ich bleibe zunächst im Mittelkreis des Fußballfeldes, laufe dann zu den Teams auf, um notfalls zu korrigieren. Sollte ein Team eher seine Aufgabe erledigt haben, wird es individuell läuferisch beschäftigt.

 

Die Anfängerinnen

 

Sie gehen ca. 350 m schnell bzw. laufen langsam. Auf den letzten 50 m soll jede für sich versuchen, so schnell wie möglich zu laufen. Dann geht es auf die zweite Runde mit gleicher Vorgabe. Die letzten 75 m werden gesprintet. Die Gesamtstrecke beträgt 800 m. Die ersten Läuferinnen warten auf die letzten nach dem Sprint und regenerieren kurzfristig so, dass auch die Letzte relativ "erholt" die nächste Runde laufen kann.

 

Die Fortgeschrittenen - laufen mit Manuela

 

Sie laufen 325 m gemeinsam und versuchen, die letzten 75 m so schnell wie möglich zu laufen. Sind alle angekommen, wird das Gleiche wiederholt und 100 m schnell gelaufen. Beim dritten Durchgang beträgt die Sprintstrecke 125 m. Die Gesamtstrecke ist 1 200 m. Die ersten Läuferinnen warten auf die letzten nach dem Sprint und regenerieren kurzfristig so, dass auch die letzte relativ "erholt" die nächste Runde Laufen kann.

 

e. Der „Belgische Kreisel“ in ca. 8 Minuten

 

Die Teams wissen, was ein "Belgischer Kreisel" ist und werden wieder getrennt, nachdem die Aufgabenstellung bekannt ist.

 

Die Anfängerinnen

 

Sie gehen schnell  bzw. laufen hintereinander auf der Außenbahn. Alle Läuferinnen laufen nacheinander an ihrer Gruppe links vorbei. Immer beim dritten Durchgang wird rückwärts gelaufen. Ich bleibe wieder im Mittelkreis, laufe zu den Teams auf und korrigiere, wenn es notwendig wird.

 

Die Fortgeschrittenen -laufen mit Manuela

 

Das gesamte Team läuft auf der Innenbahn hintereinander. Beim Überholen im Sprinttempo wird rechts vorbei und ebenfalls beim dritten Durchgang rückwärts gelaufen.

Generell beim Rückwärtslaufen sollte ein gruppendynamischer Prozess initiiert werden, indem das gesamte Team auf jede einzelne Läuferin Rücksicht nimmt und beim Rückwärtslaufen langsamer läuft oder sogar geht. Sollte es während des Laufens notwendig sein, korrigierend einzuwirken, werde ich das fortgeschrittenen Team durch eine Vuvuzela „stoppen“ und die Anfängerinnen mit einer Bundesligatrillerpfeife.

 

Für beide Teams endet die Übung mit Beginn des Fliegerliedes.

 

 

 

f. Das Auslaufen bzw. Austanzen ca. 12 Minuten

 

Das Auslaufen bzw. - tanzen findet wieder gemeinsam im Team statt. Dabei ist alles, was mit Vorwärts - und Rückwärtsbewegung zu tun hat, erlaubt.

 

 

Nur: „Wir bleiben zusammen. Wir sind ein Team!“


 

Ab dem Bahn-Training wird Musik eingespielt:

  • Der Betze ruft“

  • Anita“

  • Marmorstein und Eisen bricht“

  • Es geht mir gut“

  • Mexikan Girl“

  • Willenlos“

  • Fliegerlied - So ein schöner Tag“

  • Holzmichel“

  • Popocatapetel-Twist“

  • Schuld war nur der Bossanova“

  • Und zum Abschluss von Queen: We are the champions“

 

HeinoM

verantwortlich für Text, Grafiken und Bilder ist Heino Müller Ottweilerstr. 73 66564 Ottweiler Steinbach

 

 

 


 

 

 

 

Lehrprobe für die C-Lizenz Breitensport beim

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Datum: Mittwoch, 20.10.2010

Zeit: 17.30 - 18.30 Uhr

Prüfling: Heino Müller - noch 56 Jahre jung

Prüfer: Andreas Eichhorn, Bildungsreferent beim Sportbund Pfalz

 

 

 

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